Ihr Lieben – Es atmet mich – Unsere Erde atmet uns

“Wenn wir ganz still werden, können wir fühlen wie die Erde atmet. Wir können fühlen, dass dort draußen etwas lebt, auch wenn alles leise ist. Fühle Dein atmen. Spüre, wie die Erde dich trägt, fühle Dich von ihr gut aufgehoben und beschützt.”

Mit diesem Satz beginne ich eine meiner Yogastunden. Wenn wir geboren werden beginnt wir unser Leben mit dem ersten Atemzug, mit der Einatmung. Wenn wir von dieser Welt gehen, endet unser Leben mit der Ausatmung. Und alles was das möglich macht, ist unsere immer während fließende Lebensenergie. Sie fließt in unserem Atem und wird uns über den Kosmos, das Universum, eine höhere Intelligenz, die Erde oder wie auch immer Du es benennen möchtest, geschenkt. Ich bin oft im Wald unterwegs. Der Wald klärt die Luft und ich kann es förmlich fühlen, wie er mir das Leben schenkt.

Was wir dieser Erde zurückgeben können, ist Respekt und Achtung, Rücksicht und ein wertschätzender Umgang mit ihr. Ich war am letzten Weekend in Berlin und habe dort 2 x in einem wunderbaren Hotel übernachtet. Selten habe ich beim Frühstück so viel Müll produziert. Ich glaube wir sind gerade wieder dabei, die Verhältnismäßigkeit zu vergessen. Egal was wir über Greta denken, ihr Ansatz ist gut. Was können wir tun? Diese Frage stellt sich mir. Ein Hotel, was mit der Natur sehr wertschätzend umgeht, muss jetzt fast alle Lebensmittel in Folie packen. Folie, Desinfektionsmittel, Ganzkörperanzüge aus Plastik. Was wir derzeit produzieren, ich glaube darüber könnten wir mal nachdenken. Wollen wir das wirklich?

Was tun wir denn, wenn unsere Erde nicht mehr atmen kann? Wenn wir ihr noch mehr Leben nehmen? Und eine 2. Frage die sich mir stellt ist, ist unser eigenes Leben im Blick auf das Große Ganze eigentlich so wichtig? Geht es nicht um soviel mehr? Unser Leben ist eine Episode im Augenblick des Weltgeschehens. Ein kleiner Punkt auf der Zeitachse des Kosmos.

Veveka ist im Yoga das Wort für Unterscheidungskraft, für geistige Klarheit, Intelligenz, es ist die Fähigkeit, die Dinge im richtigen Verhältnis zu betrachten.

Ich wünsche uns noch viele Atemzüge während wir mit unseren Schritten auf dieser Erde wandeln. Ich glaube das Leben kennt unseren Weg. Manchmal wäre es gut, ihm einfach seinen Lauf lassen.